Psychographie

Das einfachste und doch praxistauglichste Modell zur Einschätzung von Menschen

Die Psychographie unterscheidet zwischen 3 Typen – dem Beziehungstypen, Erkenntnistypen und Handlungstypen – und beschreibt ihre besonderen Stärken und Schwächen in den drei Lebensbereichen: Beziehung, Erkenntnis und Handlung.

Beziehungstyp

Beziehungstypen heißen nicht Beziehungstypen, weil sie extrem talentiert darin sind, gute Beziehungen zu führen. Sondern weil ihr Erleben sehr von Beziehungen geprägt ist. Beziehungstypen fällt es leicht zu kommunizieren, sich empathisch in andere Menschen und Systeme einzufühlen und haben eine gute Verbindung zu ihrer Intuition. Ihr Talent liegt im Beziehungsbereich: Sie besitzen oft eine hohe emotionale Intelligenz und Empathie, leben gern in der Gegenwart und haben ein feines Gespür für Stimmungen. Sie neigen jedoch auch stärker als andere Typen zu emotionalen Verwicklungen und machen sich mehr Sorgen um die Meinung Anderer.

Der Entwicklungsbereich von Beziehungstypen ist der Erkenntnisbereich. Das bedeutet, Wissen, Abgrenzung, Identität und Sprache und Situationen sachlich zu hinterfragen fällt ihnen etwas schwerer als den anderen Typen – hierin liegt jedoch auch ihr größtes Entwicklungspotential. Beziehungstypen dürfen lernen, sich nicht nur auf ihre Intuition zu verlassen, sondern Entscheidungen auch logisch, analytisch und sachlich zu überprüfen und zu hinterfragen.

Erkenntnistyp

Erkenntnistypen tragen diesen Namen nicht, weil sie bereits alles wissen, sondern weil ihr Erleben primär durch das Verstehenwollen und die gedankliche Analyse geprägt ist. Es fällt ihnen leicht, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen, Distanz zu wahren und Sachverhalte auf das Wesentliche zusammenzufassen. Ihr Talent liegt im Erkenntnisbereich: Sie besitzen oft eine geschärfte Beobachtungsgabe, denken logisch-strukturiert und können in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Sie neigen jedoch stärker als andere Typen dazu, sich in der Theorie zu verlieren, Entscheidungen aufzuschieben oder zum Perfektionismus.

Der Entwicklungsbereich von Erkenntnistypen ist der Handlungsbereich. Das bedeutet, den Schritt vom Denken ins Tun zu wagen, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht durch Kleinigkeiten überfordern zu lassen, fällt ihnen etwas schwerer. Hier liegt jedoch ihr größtes Potenzial. Erkenntnistypen dürfen lernen, ihre Analysen nicht nur im Kopf zu behalten, sondern sie mutig in die Tat umzusetzen – und auch dann zu handeln, wenn noch nicht jede Eventualität restlos geklärt ist.

Handlungstyp

Handlungstypen werden so genannt, weil ihr Erleben massiv von der Umsetzung, dem Willen und der Wirksamkeit bestimmt wird – nicht unbedingt, weil sie immer das Richtige tun. Es fällt ihnen leicht, Entscheidungen zu treffen, pragmatische Lösungen zu finden und Dinge voranzutreiben. Ihr Talent liegt im Handlungsbereich: Sie sind oft extrem tatkräftig, belastbar und haben ein natürliches Gespür für das Machbare. Sie neigen jedoch stärker als andere Typen zu Ungeduld oder dazu, die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen zu übersehen, wenn sie ein Ziel verfolgen.

Der Entwicklungsbereich von Handlungstypen ist der Beziehungsbereich. Das bedeutet, sich auf die Ebene der Gefühle, der Intuition und systemischen Komplexität einzulassen. Manchmal fällt es ihnen schwerer, die eigene Wirkung auf andere zu reflektieren. Hier liegt ihr größtes Wachstumspotential: Handlungstypen dürfen lernen, vor dem nächsten Schritt innezuhalten, Kontrolle abzugeben, loszulassen und zu vertrauen.

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